Donnerstag, März 30, 2006

Ben und die Einkaufsschlangennazis.

Wir kennen das. Im Supermarkt gibt es neben nicht-vorhandenen 1-Euro-Marken und zerrissenen Plastiktüten nur noch eine schlimme Sache: Alte Frauen in der Kassenschlange.

So auch mir an diesem sonnigen Tag: Gut gelaunt ging ich Einkaufen, auf der Straße der Zutaten legte ich große Schritte zum Ziel gelungener Kochkunst zurück. Der Schlenker kurz nach dem Start bei den Eiern und dem Konflikt zwischen Ablauf- und Legedatum meisterte ich auch nach kurzer Überlegung. Die langgezogene Kurve mit leichter Beschleunigung in der Mitte in der Weinpassage: Ein Genuß. Wenige Gangwechsel später eine Schikane: Welchen Lachs? Käfer - 2 Euro pro Gramm oder doch NoName aber altbekannt mit 50 Cent das Gramm? Kein Problem, Käfer's ist Nummer Sicher, Schikane absolviert. Am Ende war sogar noch Sprit für die neuen Tschibo-Gläser drin, oho!

Doch dann die Ernüchterung: Kurz vor Kassenende überholt mich aus dem mindestens 60 Jahre dauernden Boxenstop noch ein alternder Lancia. Blöde Sau! Nicht, das der Lancia ordentlich mehr Ballast als ich Trug, nein! Zu allem Übel wagte er es noch, bei der Zeitansage (Rechnung, l'addition s'il vous plait!) jeden einzelnen Cent einzeln abzuzählen. Verdammte Zicke, leg nen Zwickel drauf - du wirst die 4 Cent nicht in die Erbschaftssteuer einbringen müssen.

Nach meiner Pflichtzahlung - no problemo - fand ich mich meine sieben(undzwanzig) Sachen einsammelnd. Dabei fiel mir auf, wie die dumme Nazi-Oma jeden Griff in die Einkaufswaren akribisch beäugte. Ich könnte ja was von ihr nehmen. Als ob ich's nötig hätte. Abschließend belehrt mich das dumme Stück noch, das Barzahlung doch viel besser als EC-Karte wäre, man wisse ja, was man hätte. Na danke!

P.S.: Der werte Leser wird sich getrost in diesem Szenario wiederfinden: ein voller Einkaufswagen im, aber kein leeres Auto vor dem Supermarkt. Okay, kein Problem, ich hab doch da noch....na, wo sind sie denn? Genau, Öko-Tragetaschen aus Stoff. Kosten nur 60 Cent das Stück, werden aber trotzdem jedesmal neu gekauft. Ich hab die beiden guten Teile mal prophylaktisch unter das Waschbecken gekramt - das nächste Mal nehm ich sie sicher mit. Guten Tag.

Dienstag, März 28, 2006

Inside, Outside

So sieht es draussen aus:


Und so fühl ich mich:


Ich wollte das nur geschrieben haben. Hearty Welcome, Spring.



;D

Montag, März 20, 2006

Hier kommt der Sommer!


Klarer geht's nicht, oder?

So, nun bitte alle auf die Straße laufen, im Kreis tanzen und beten, dass es schön bleibt und wärmer wird :)

Freitag, März 17, 2006

Texas, Hold'em!

Zwar weiß ich nicht, inwieweit ich mich nun in der gesetzlichen Grauzone befinde, aber ich hatte gestern das große Gefallen, mit einigen Freunden eine oder drei Runden "Texas Hold'em"-Poker zu spielen - dauerte nicht lange, nur 8 Stunden. Ausgesehen hat das ganze dann so:


Der Texaner bin übrigens NICHT ich, jegliche Anwandlung von grauen Strähnen in meinem dichten Bart weise ich strikt von mir.

Um noch Joni Mitchell gerecht zu werden (und meinem Hang zur Stilisierung):

"And I found you in a trailer on the camping grounds
You were betting on some lover, you were shaking up the dice
And I thought I saw you cheating once or twice, once or twice

I heard your bid once or twice
Were you wondering was the gamble worth the price
Pack it in
I heard you did! Pack it in
Was it hard to fold a hand you knew could win "


Unnötig zu sagen, das wir natürlich nur um Jetons gespielt haben.


Schön zu sehen, das es noch einfallsreiche und witzige Werbespots gibt.

Nur nicht in Deutschland.

Auch, wenn ich mir nun böse Blicke von der weiblichen Besucherschaft zuziehe - zumindest bei einer der Betrachterinnen weiß ich ja, das sie schon öfter in dieser Position war (Grüße nach Sidney!). :)

Mittwoch, März 15, 2006

Moody Wednesday.

Dem kann man wenig hinzufügen. Nicht zuletzt, das das Wetter ungefähr auf der gleichen Höhe wie der Kaffeesatz ist, nein, auch die darunter Leidenden fühlen sich in etwa wie selbiger.
Ich bin einer davon. Um eine positivere Einstellung zu gewinnen, versuche ich dem gegenzuwirken, indem ich mir Schokolade kaufe. Gute Schokolade. Handgeschöpft. Oder so, jedenfalls weiß ich nicht, wie man das unter Chocolatiers nennt, zumindest ist sie nicht Milka-Standardmist. "Lait Orange" gönne ich meinem geschundenem Magen, und ausprobieren werde ich das ganze morgen früh - Schokolade zum Frühstück.

Als ich das Photo (Foto, nur neue Rechtschreibung für die Pisa-Betroffenen) schoss, wurde neben mir ein Golden Retriever beim Kacken von einer Dachlawine getroffen.

Sonntag, März 12, 2006

Sofa Orange

Herzlich Willkommen auf meinem orangem Sofa!

Warum Sofa Orange? Nun, meine 32qm² Deutschland zieren sich mit einem Sofa, dessen Farbe offensichtlich orange ist - klingt komisch, ist aber so.

Und weil dieses Sofa nicht nur Kanapee oder Diwan im fremsprachlichen Sinne ist, sondern gleichzeitig Platz für Erholung, Urlaub und Entspannung sowie Kopfkissen zum Ausweinen, Seelsorge, Sinnsuchung und Superentspannung (Neologismus, der Alliteration halber) ist, musste mein Blog einfach sofaorange sein.

Noch sitze ich zwar auf seinem blauem Pendant in Würzburg, sobald ich aber wieder daheim in meinem Landsberger Drittwohnsitz bin, werde ich das ganze auch einer visuellen Aufwertung unterziehen - will heißen: Bild von mir, macht die Seite gleich viel schöner.

Mit diesem Eigenlob lasse ich den werten Leser in Ruhe seinen Sonntag genießen und werfe mich nun in die Würzburger Inner City, einen alten Schulfreund mit seiner Freundin besuchen.