Donnerstag, Mai 10, 2007

"Nur Mut"

Leichte, sanfte, sommerliche Windböhen wehen über den Campus an der Universität Augsburg, als ich gewogenen Schrittes zu den Hörsälen gehe. "Nur Mut" steht auf der obersten Stufe vor dem Eingang, leicht verwaschen und sichtlich gezeichnet von vergangener Zeit und vielen Mutigen oder solchen die es werden wollen. Versunken in Gedanken über die beiden Wörter schritt ich weiter und fragte mich "Benedikt, wofür solltest du Mut haben?" Nun, eigentlich gab und gibt es keinen wirklichen Grund davor, momentan mutlos zu sein. Doch in einem gedanklich schmerzhaften Stich fuhr das Damokles-Schwert auf mich herunter, welches mich stets an einen Comicstrip erinnert, welcher mir in meiner langen Zeit des Nicht-bloggens unterkam und mit welchem ich mich wohl identifizieren konnte.

Zeit also, mal wieder zu schreiben. Nun, es gibt natürlich einiges Neue, jedoch muss ich enttäuschen: Die Sonnenbrillentierchen bleiben noch eingesperrt. Dafür verbrachte ich vergangenes Wochenende zuerst in Zürich, danach noch für kurze Zeit in Passau, jedoch "nur" 5 Stunden. Ich genoss die vorrübergehende Freiheit eines Mietwagens und nützte die Gelegenheit, zweimal, in völlig verschiedenen Ecken Österreichs, meinen Tank zu füllen.

Zürich bietet natürlich einigen Schreibanreiz, auch wenn der schönen Stadt an der Limmat, welche fälschlicherweise oft für die Hauptstadt der Schweiz gehalten wird (de facto ist es Bern, de jure gibt es keine, oho!), Unrecht getan wird, gibt man ihr nur einen Tag Zeit für Kultur. Dazu kam, das einige der offensichtlichen touristischen Highlights (etwa das Frauenmünster mit Glaswerken von Marc Chagall) aufgrund terminlicher Überschneidungen nicht zu besichtigen waren. Ich weiß, ich weiß: Es klingt nach schwer beschäftigt sein, demfall (um hier gleich eine schweizer Redensart zu integrieren) jedoch fand eine Trauung statt, welche die Besichtigung unmöglich machte. Dafür fanden Marius und ich ein paar kleinere, unbekanntere Ecken, welche einen faszinierenden und bleibenden Eindruck hinterließen und welche ich dem werten Leser natürlich nicht vorenthalten möchte:



Weiterhin gab es natürlich etwas Bildmaterial, in Ermangelung einer sinnvollen, einfachen und angenehmen Onlinegallerie bleiben diese jedoch bisher nur studivz-Benutzern und persönlichen Freunden und Bekannten zugänglich.

Mein Kulturtipp in diesem Blogeintrag ist somit das cabaret voltaire in Zürich, vor allem weil ich vermute, das Vielen der Dadaismus bisher nur ein sinnleerer Neologismus ist, wie den Reisenden bisher.

Zukünftig und in geistgerechten Häppchen werde ich dem werten Leser mehr über Einzelheiten Zürich's zukommen lassen, gepaart mit etwas Recherche um nicht ganz ohne Hintergrundwissen dazustehen - dann gibt es auch die verdienten Bilder. Abschließen möchte ich mit einem Foto vor dem Starbucks, zusammen mit dem Gastgeberpärchen, welche uns ein wunderbares Wochenende in Zürich mit herrlicher Unterkunft ermöglichten sowie diversen Einblicken und Eindrücken in das züricher "Schwyzerdütsch":




Danke, Patricia und Max!