Montag, August 02, 2010

Restrospektive Juli



Bei den Blogeinträgen ist es ähnlich wie mit den Hausarbeiten: Ich fang falsch herum an. Dabei sollte man garnicht „falsch herum“ sagen: Man beginnt halt weiter hinten, Hauptsache, man beginnt. So schaue ich jetzt auf die Liste da unten und denke „Mist, jetzt hast du mal wieder nur über Reisen geschrieben. Was gab’s denn daheim?“
Café zum schönen René in Würzburg - lässiges Konzept, urban-alternatives Flair. [like]

Es gab zum Beispiel einmal Panacotta, selbstgemacht. Mit Erdbeeren – Ui! Aber es gab eigentlich noch ne Menge mehr – tolle Dialoge, gemeinsames Lachen, sowas. Zum Beispiel die beschauliche Ruhe in der Bibliothek nach 19.00 Uhr, die ich wirklich lieben gelernt habe. Die gewisse Vertrautheit, auch mit den anderen Studenten, das Knarzen der Spindfächer und der Blick in den verregneten Innenhof, wo sogar das Wetter einem sagt: „Mensch, gut, dass du da drin bist.“ Und wenn man sich am Samstagnachmittag noch den letzten Kaffee beim Bäcker Wolf holt oder Abends sich eine Pizza im Il Porcino gönnt, während um einen herum das facettenreiche Leben des Universitätsviertels seinen unverhofften Sprung in den Sonntag schafft. Von außen betrachtet, so drei bis vier Zoomstufen bei googlemaps, dann ist das so putzig, man möchte der Uni in die Backe kneifen und was Liebes sagen.
Der Neue.
Oder „im Usgang“, wie der Zürcher sagt, als ich jemand getroffen hab, der noch weiß, wie Moscow Mule sich zusammensetzt, dass man viel Reisen sollte, dass Kochen nicht nur Zuckerschlecken ist, aber Lesen stets gut. Ohne diese Erlebnisse wäre das Folgende ja nur halb so schön. Das ist wie mit den Geschmacksnerven, wenn man die nicht trainiert, sondern nur Glutamat-Gedöns einpackt, dann steht man irgendwann auf einer Vernissage, will den Wein loben, was für eine Blume, bauchig, und merkt dann, dass man ein Weißbier in der Hand hat.


Gemacht:
  • In Speyer am Rhein mit einer Flasche Wasser entlang gelaufen, obwohl man das eigentlich nicht darf.
  • Von der Terrasse des Soho House in Berlin Kaffeebonbons geworfen.
  • In Rekordzeit 2 Hausarbeiten geschrieben.
Gesehen:
  • Den Mond über deutschen Autobahnen
  • Eine Katze in Haute-Koenigsbourg
Gelacht:
Gefüttert:
  • Den Üblichen
  • Den Neuen
  • Leider nicht dem Üblichen den Neuen.

Kommentare:

Maria hat gesagt…

Wenn du mal nicht gerade Hausarbeiten in Rekordzeit schreiben musst oder in der Weltgeschichte herumreist - magst du mal eine ausführliche Barclay-Vorstellung schreiben? Mit einem großen Haufen Bilder? Bitte?
Ich bin neugierig. Und hab dringenden Katzen-Squee-Bedarf - Minki ist vor ein paar Monaten gestorben...

Benedikt hat gesagt…

Oh nein, wie das denn? :(

Ich müsste ab Mittwoch einigermaßen Zeit für mehr haben - dann kommen ein paar Einträge nach, u.a. Barclay, ein Feinschmecker-Wochenende, ein Wein-Wochenende, etc.

Ich ruf dich die Tage mal an - bis dahin viel Erfolg mit deinen Hausarbeiten!

Maria hat gesagt…

Tumor am Bauch. Aber sie hatte wohl bis zum Schluss keine Schmerzen und ist ja auch 16 Jahre alt geworden.

Dann freu ich ich mal auf mehr Einträge, ganz besonders Barclay. Du solltest sowieso mehr schreiben, du kannst das so schön! :)

Wenn du anrufen willst: Unter der Woche bin ich eher in Passau, am Wochenende eher daheim.